Zero Waste - Teil 2

Eigentlich wollte ich jede Woche die Fortschritte meines Zero Waste Lifestyles in Form eines Blog-Beitrages festhalten. Da ich allerdings auf meinem alten Blog nichts mehr veröffentlichen wollte, ist es nun doch anders gekommen. Seit ca. 2 Monaten verzichte ich nun schon auf Plastik und auch wenn ich mich nicht mehr ganz genau erinnern kann was in Woche 2 alles passiert ist, werde ich versuchen meine Anfänge so gut wie möglich in diesem Beitrag wiederzugeben und laufend neue Beiträge zu diesem Thema schreiben.

Aller Anfang ist schwer!

Meine ersten Einkäufe gestalteten sich sehr einseitig und sehr gesund. Ich habe nur unverpacktes Obst und Gemüse gekauft. Das hat auch wirklich ganz gut geklappt, ich habe mir gleich in Woche eins, waschbare und wiederverwendbare Beutel auf Amazon bestellt. Sie bestehen zwar aus Nylon, lassen sich aber super in der Waschmaschine waschen und ich bin sicher, dass ich diese sehr lange benutzen kann. Man kann sich natürlich auch selber welche aus Stoff nähen. Da ich das nicht kann habe ich mich für die bequeme Alternative entschieden auch wenn ich mir dessen bewusst bin, dass man zu Amazon eine differenzierte Meinung haben kann. Diese Beutel sind auf jeden Fall wirklich essentiell wenn man sich für diesen Lebensstil entscheidet. Ich kann damit mein Obst und Gemüse trennen, aufbewahren und mit Preisklebeschildern versehen (die manche Läden leider haben).  Ich kann aber vor allem Brot damit einkaufen. Bei den Selbstbedienungsboxen gibt es immer Papiertüten die jedoch in der Mitte einen Plastikstreifen haben, damit der Kassier oder die Kassiererin an der Kasse den Tüteninhalt sehen kann. Mit diesen Beuteln läuft das total problemlos, sie sind durchsichtig und es hat mich noch nie jemand angeredet warum ich kein “normales” Sackerl verwende. Mit diesem Link kommt ihr zu den Beuteln die ich gekauft habe.

Mit Pasta ist es übrigens auch ganz einfach, da es bei mir in der Nähe keine verpackungsfreien Geschäfte gibt, muss ich auf die Methode zurückgreifen die am einfachsten zu recyceln ist, in diesem Fall Papier/Karton. Deshalb boykottiere ich momentan die Marke Barilla, da sie leider in Ihre Verpackung Plastikfenster eingebaut haben. Deshalb kaufe ich einfach die mit der umweltfreundlichsten Verpackung.

Zero Waste in Spanien

In der zweiten Woche bin ich für 10 Tage nach Spanien verreist, wo mein Projekt einen ganz neuen Schwierigkeitsgrad erreicht hat. In Spanien ist Plastik gefühlt noch viel präsenter als in Österreich. Auch mit der Mülltrennung ist es leider nicht wie hier. Ich habe mich jedoch nicht unterkriegen lassen und habe auf Märkten mein frisches Obst und Gemüse gekauft und es gleich in meinem Rucksack verstaut und den netten Verkäuferinnen am Markt gesagt, dass ich kein Plastik verwende. Bereits am zweiten Tag haben sie mich erkannt und mir kein Plastik mehr angeboten und eine Verkäuferin hat mich sogar dafür gelobt. Mit den Getränken gestaltete es sich etwas schwieriger. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine wiederverwendbare Trinkflasche, deshalb habe ich mir einmal eine Plastikflasche gekauft und die immer mit Leitungswasser befüllt. Da dieses jedoch so nach Chlor geschmeckt hat habe ich leider nur sehr wenig getrunken. In Spanien habe ich mir dann allerdings eine leichte wiederverwendbare Trinkflasche gekauft mit der ich sehr glücklich bin.

Unnötige Werbung im Postkasten

Als ich wieder zuhause angekommen bin fiel mir wieder einmal auf,  wie viel UNNÖTIGE Werbung wir zugeschickt bekommen. In 10 Tagen geht das Postkasterl fast über… wirklich dermaßen unnötig, vor allem für einen Menschen der seinen Konsum so gering wie möglich halten möchte. Also habe ich am nächsten Tag recherchiert wie ich dieses Problem nun ein für alle Mal los werde. Ich habe beim Stadtamt angerufen und obwohl man merkte, dass der Beamte nicht wirklich Lust hatte sich mit dem Thema auseinander zu setzen, merkte man ein bisschen stolz in seinem Tonfall. Am Ende des Telefonats meinte er, dass er vor 20 Jahren mal einen Artikel zu dem Thema verfasst habe, es heut zu Tage aber keinen mehr interessiert und er würde mich zurückrufen, sobald er etwas herausgefunden hat. Natürlich war ich mit meiner Recherche wesentlich schneller als der Beamte, trotzdem fand ich das Telefonat wichtig, da es wieder Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt hat. Also zurück zum eigentlich wichtigen Thema: Ein Aufkleber *bitte keine Werbung* müsste eigentlich genügen, jedoch nicht für persönlich adressierte Werbung. Viele Firmen suchen sich jedoch die Namen und Adressen aus den Registern und adressieren Werbung mit dem Namen, sobald ein Name draufsteht muss der Postler oder die Postlerin die Werbung zustellen. Man kann sich aus diesem Register jedoch austragen lassen, dies geht ganz unkompliziert. Man muss nur ein Formular ausfüllen und dann eine Email bestätigen. Ich würde das wirklich jedem empfehlen dem die Umwelt am Herzen liegt und vielleicht wie ich total genervt von der Werbung ist. Hier findet Ihr die sogenannte Robinsonliste: https://apppool.wko.at/Robinsonliste/Registrierung.aspx

Ich denke das sind genug Tipps für den Anfang. Ich werde laufend meine Erfahrungen zu diesem Thema mit euch teilen :). Übrigens kann man seit gestern meinen Blog abonnieren damit ihr keinen Beitrag verpasst :).